Lokale KI

Lokale KI vs. Cloud-KI.

Bei einer Cloud-KI wie ChatGPT oder Microsoft Copilot werden Ihre Eingaben auf den Servern des Anbieters verarbeitet. Bei einer lokalen KI läuft das Sprachmodell auf eigener Hardware in Ihrem Firmennetz, und die Daten verlassen das Haus nicht. Beides hat Vor- und Nachteile.

6 Min. LesezeitStand: Oktober 2026

Was ist Cloud-KI?

Die meisten kennen KI aus dem Browser: Sie tippen eine Frage bei ChatGPT, Gemini oder Copilot ein, und ein paar Sekunden später kommt die Antwort. Die eigentliche Arbeit passiert dabei in großen Rechenzentren des Anbieters. Ihre Frage, und alles, was Sie hineinkopieren oder hochladen, wird dorthin übertragen.

Das ist bequem: nichts zu installieren, sofort startklar, immer die neuesten Modelle. Abgerechnet wird meist pro Nutzer und Monat oder nach Verbrauch.

Was ist lokale KI?

Bei lokaler KI (auch On-Premise-KI genannt) läuft das Sprachmodell auf einem Rechner, der bei Ihnen steht. Dafür braucht es eine leistungsstarke Grafikkarte, denn die rechnet die Antworten aus. Genutzt werden offene Modelle, deren Anbieter sie zum eigenen Betrieb freigeben, zum Beispiel von Mistral, Meta oder Alibaba (Qwen). Mehr dazu unter Open-Source-Modelle.

Die Mitarbeitenden bedienen die KI genauso im Browser wie eine Cloud-KI. Der Unterschied liegt darin, wohin die Daten gehen: nämlich nirgendwohin.

Der Vergleich

 Cloud-KILokale KI
Wo laufen die Daten?Auf Servern des Anbieters, oft in den USA oder bei US-KonzernenIm eigenen Firmennetz
Internet nötig?Ja, immerNein, nur für Updates
KostenLaufend pro Nutzer oder Verbrauch, wächst mit dem TeamHardware einmalig oder Miete, dazu Service; unabhängig von der Nutzerzahl
ModellqualitätDie stärksten Modelle am MarktSehr gut für Büroaufgaben, bei Spezialaufgaben etwas schwächer
Eigene DokumenteMöglich, Dokumente müssen dafür in die CloudMöglich, Dokumente bleiben im Haus
AbhängigkeitPreise, Bedingungen und Modelle bestimmt der AnbieterSie behalten die Kontrolle über Gerät, Modell und Daten
EinrichtungSofort, aber Verträge und Datenschutz prüfenHardware nötig, mit fertigen Lösungen aber in kurzer Zeit startklar

Datenschutz: der wichtigste Unterschied

Sobald Mitarbeitende Kundendaten, Personalakten oder Verträge in eine Cloud-KI kopieren, gibt das Unternehmen personenbezogene Daten an einen Dritten weiter. Das ist nicht verboten, aber es braucht einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, eine Prüfung der Datenübermittlung ins Ausland und klare Regeln für die Belegschaft. Viele Betriebe verbieten deshalb pauschal, vertrauliche Inhalte in KI-Tools einzugeben, und die Mitarbeitenden tun es trotzdem.

Bei lokaler KI fällt dieser Teil weg, weil die Daten gar nicht erst nach draußen gehen. Die übrigen Pflichten der DSGVO bleiben natürlich bestehen. Mehr dazu unter KI und Datenschutz.

Kosten: was rechnet sich?

Cloud-KI startet günstig, die Kosten wachsen aber mit jedem neuen Nutzer. Lokale KI kostet am Anfang mehr, weil Hardware nötig ist, bleibt dann aber weitgehend gleich, egal ob 5 oder 50 Leute damit arbeiten. Je mehr Mitarbeitende KI täglich nutzen, desto eher lohnt sich die lokale Lösung. Ein Rechenbeispiel finden Sie unter Was kostet KI?

Was heißt das für Ihr Unternehmen?

  • Cloud-KI passt, wenn Sie vor allem allgemeine Texte und Recherchen ohne vertrauliche Inhalte erledigen.
  • Lokale KI passt, wenn Sie mit Kunden-, Personal- oder Vertragsdaten arbeiten, Ihr Firmenwissen nutzen wollen oder viele Mitarbeitende KI verwenden sollen.
  • Beides kombinieren geht auch, braucht aber eine klare Regel, was wohin darf.

AIrak ist lokale KI zum Auspacken: eine fertig eingerichtete Box mit eigener Grafikkarte, die in Ihrem Netz steht und ohne IT-Kenntnisse bedient wird. Der Service wird pro Box berechnet, nicht pro Mitarbeitendem. Mehr zu AIrak

FAQ

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns.

Ist lokale KI schlechter als ChatGPT?

Die größten Cloud-Modelle sind bei sehr anspruchsvollen Aufgaben vorn. Für typische Büroaufgaben wie Schreiben, Zusammenfassen, Übersetzen und Fragen zu eigenen Dokumenten reichen heutige offene Modelle auf eigener Hardware in den meisten Fällen gut aus.

Braucht lokale KI einen eigenen Server?

Ja, sie braucht einen Rechner mit leistungsstarker Grafikkarte im Firmennetz. Das kann ein Server sein oder ein fertig eingerichtetes Gerät wie die AIrak-Box, das ohne eigene IT-Abteilung auskommt.

Kann man lokale und Cloud-KI kombinieren?

Ja. Manche Unternehmen nutzen lokale KI für alles mit Kunden-, Personal- oder Vertragsdaten und eine Cloud-KI für allgemeine Recherchen ohne vertrauliche Inhalte. Wichtig ist eine klare Regel, was wohin darf.

Ausprobieren

Lokale KI live erleben.

Wir zeigen Ihnen AIrak bei Ihnen vor Ort, mit Ihren eigenen Unterlagen. Oder wir schicken Ihnen die Box zu, und Sie schließen sie selbst an.

Vorführung vereinbaren