Was ist Cloud-KI?
Die meisten kennen KI aus dem Browser: Sie tippen eine Frage bei ChatGPT, Gemini oder Copilot ein, und ein paar Sekunden später kommt die Antwort. Die eigentliche Arbeit passiert dabei in großen Rechenzentren des Anbieters. Ihre Frage, und alles, was Sie hineinkopieren oder hochladen, wird dorthin übertragen.
Das ist bequem: nichts zu installieren, sofort startklar, immer die neuesten Modelle. Abgerechnet wird meist pro Nutzer und Monat oder nach Verbrauch.
Was ist lokale KI?
Bei lokaler KI (auch On-Premise-KI genannt) läuft das Sprachmodell auf einem Rechner, der bei Ihnen steht. Dafür braucht es eine leistungsstarke Grafikkarte, denn die rechnet die Antworten aus. Genutzt werden offene Modelle, deren Anbieter sie zum eigenen Betrieb freigeben, zum Beispiel von Mistral, Meta oder Alibaba (Qwen). Mehr dazu unter Open-Source-Modelle.
Die Mitarbeitenden bedienen die KI genauso im Browser wie eine Cloud-KI. Der Unterschied liegt darin, wohin die Daten gehen: nämlich nirgendwohin.
Der Vergleich
| Cloud-KI | Lokale KI | |
|---|---|---|
| Wo laufen die Daten? | Auf Servern des Anbieters, oft in den USA oder bei US-Konzernen | Im eigenen Firmennetz |
| Internet nötig? | Ja, immer | Nein, nur für Updates |
| Kosten | Laufend pro Nutzer oder Verbrauch, wächst mit dem Team | Hardware einmalig oder Miete, dazu Service; unabhängig von der Nutzerzahl |
| Modellqualität | Die stärksten Modelle am Markt | Sehr gut für Büroaufgaben, bei Spezialaufgaben etwas schwächer |
| Eigene Dokumente | Möglich, Dokumente müssen dafür in die Cloud | Möglich, Dokumente bleiben im Haus |
| Abhängigkeit | Preise, Bedingungen und Modelle bestimmt der Anbieter | Sie behalten die Kontrolle über Gerät, Modell und Daten |
| Einrichtung | Sofort, aber Verträge und Datenschutz prüfen | Hardware nötig, mit fertigen Lösungen aber in kurzer Zeit startklar |
Datenschutz: der wichtigste Unterschied
Sobald Mitarbeitende Kundendaten, Personalakten oder Verträge in eine Cloud-KI kopieren, gibt das Unternehmen personenbezogene Daten an einen Dritten weiter. Das ist nicht verboten, aber es braucht einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, eine Prüfung der Datenübermittlung ins Ausland und klare Regeln für die Belegschaft. Viele Betriebe verbieten deshalb pauschal, vertrauliche Inhalte in KI-Tools einzugeben, und die Mitarbeitenden tun es trotzdem.
Bei lokaler KI fällt dieser Teil weg, weil die Daten gar nicht erst nach draußen gehen. Die übrigen Pflichten der DSGVO bleiben natürlich bestehen. Mehr dazu unter KI und Datenschutz.
Kosten: was rechnet sich?
Cloud-KI startet günstig, die Kosten wachsen aber mit jedem neuen Nutzer. Lokale KI kostet am Anfang mehr, weil Hardware nötig ist, bleibt dann aber weitgehend gleich, egal ob 5 oder 50 Leute damit arbeiten. Je mehr Mitarbeitende KI täglich nutzen, desto eher lohnt sich die lokale Lösung. Ein Rechenbeispiel finden Sie unter Was kostet KI?
Was heißt das für Ihr Unternehmen?
- Cloud-KI passt, wenn Sie vor allem allgemeine Texte und Recherchen ohne vertrauliche Inhalte erledigen.
- Lokale KI passt, wenn Sie mit Kunden-, Personal- oder Vertragsdaten arbeiten, Ihr Firmenwissen nutzen wollen oder viele Mitarbeitende KI verwenden sollen.
- Beides kombinieren geht auch, braucht aber eine klare Regel, was wohin darf.
AIrak ist lokale KI zum Auspacken: eine fertig eingerichtete Box mit eigener Grafikkarte, die in Ihrem Netz steht und ohne IT-Kenntnisse bedient wird. Der Service wird pro Box berechnet, nicht pro Mitarbeitendem. Mehr zu AIrak